• Flurin Caviezel

Gretel in der Therapie

Aktualisiert: März 24

„Guten Tag Gretel. Was führt Dich zu mir“

„Ich habe Angst davor, dass mir etwas Schreckliches zustösst. Nachts wache ich oft auf und kann dann nicht einschlafen.“

„Wie lange hast Du das schon?“

„Schon sehr lange, diese Ängste hatte ich schon als Kind.“

„Vielleicht möchtest Du etwas über Deine Familie erzählen.“

„Meine Mutter starb früh. Unser Verhältnis war schwierig. Ich war wohl eher eine Last für sie. Mein Vater ist im Pflegeheim und hat Demenz. Oder er tut so. Ich habe das Gefühl, er will sich nicht mehr erinnern. Mein älterer Bruder Hänsel hat eine Familie und lebt im Nachbarsdorf. Zu ihm habe ich ein sehr herzliches Verhältnis. Und ich bin Gotte seiner ältesten Tochter. Ich habe sie sehr gern und würde nie zulassen, dass ihr etwas geschieht.“

„Die Beziehung zu Deinem Bruder und Deinem Patenkind sind also positive Dinge, die Dir Kraft geben?

„Ja, mein Bruder ist immer für mich da. Und ich möchte immer für Elisa, meine Nichte, da sein. Es ist schön, wenn Menschen einander beschützen.“

„Du hast Angst, dass Deinem Patenkind etwas geschieht?“

„Ja, Kindern widerfahren immer schreckliche Dinge. Man muss sie beschützen!“

„Vor was?“

„Vor der Hexe.“

„Und was bedeutet diese Hexe für Dich?“

„Die Hexe ist das Böse im tiefen Wald. Zuerst denkt man, es sei ein Lebkuchenhaus und alles ist gut. Doch dann…wir man enttäuscht“

„Und was ist mit der Hexe?“

„Die Hexe ist tot!“

„Und was bedeutet das für Dich?“

„Ich weiss jetzt, dass ich alles schaffen kann, auch wenn ich manchmal Angst habe.“



Praxis Kinesiologie & Supervision

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