• Flurin Caviezel

Begriffe aus der KT: RESILIENZ

Aktualisiert: Juli 21

Das Wort Resilienz leitet sich aus dem lateinischen Begriff resilire, also abprallen ab. Doch einfach alles abprallen zu lassen führt wohl nicht automatisch zu mehr Resilienz, zumindest nicht im therapeutischen Kontext.

Die OdA KT definiert dazu verschiedene Resilienzfaktoren wie Positives Selbstbild, Zuversicht und Optimismus, Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten, Zukunfts- und Zielorientierung, Handlungs- und Lösungsorientierung, emotionale Selbstregulation, Aufbau und Gestaltung von tragenden Beziehungen, Übernahme von Verantwortung, Problemlösungskompetenz - vergl. www.oda-kt.ch/dokumente/

Die Resilienz ist also viel mehr als nur ein Schutz gegen das Unbill des Lebens, sondern birgt ein riesiges Potential für unsere Entwicklung. Zu akzeptieren, was wir nicht ändern können und unsere Energie für das Lohnenswerte einzusetzen, sind die zentralen Elemente der Resilienz. Natürlich sind wir nicht einfach resilient oder nicht, sondern bemühen uns stetig, zweifeln manchmal und entwickeln uns im besten Fall weiter. In der modernen Therapie nimmt die Resilienz einen zentralen Stellenwert ein. Das Entdecken und fördern der entsprechenden Faktoren erfordert viel Sorgfalt, Achtsamkeit und Geduld.

Beispiel-Fragen zum Entdecken der Resilienz:

Was würde im besten Fall geschehen? (Zuversicht)

Welche Stärken und Fähigkeiten zeichnen Dich aus? (Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten)

Wen würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen? (Aufbau und Gestaltung von tragenden Beziehungen)

Was kannst Du selbst zur Lösung beitragen? (Handlungs- und Lösungsorientierung)